Der Winter hält an und wenn die Tage kalt, dunkel und frostig sind sitzen nicht nur wir gerne gemütlich Daheim unter einer decke mit einem Kakao in der Hand im Warmen.
Und so verführerisch es ist diese Gewohnheiten auf unsere Haustiere zu übertragen, sollten wir uns bewusst sein, dass insbesondere Hunde auch im Winter ihren Auslauf benötigen. Gesunde Tiere benötigen auch bei Minustemperaturen keine zusätzlichen Accessoires wie Pullover, Jacken oder Schuhe – sie kommen mit ihrem eigenen Fell aus! Anders sieht es da bei älteren, kranken oder aus dem Süden stammenden Tieren wie den südamerikanischen Nackthunden aus. Für diese Tiere lohnt es sich für zusätzliche Wärme zu sorgen.

Hier eine kurze Liste für Tiere, bei denen zusätzliche Wärme durch externe Bekleidung sinnvollsein kann:

– Tiere mit kurzem Fell ohne ausreichende Unterwolle oder die kein oder zu wenig Unterhautfett haben bei längeren Spaziergängen bspw. Dalmatiner, Boxer, Dobermann sowie Windhunde, südliche Jagdhunderasse
– kleine Hunde zum Schutz vor nassem Bauch und damit auch vor Blasen- und Nierenentzündungen
– Jungtiere und Welpen, dessen Fell die volle Schutzwirkung noch nicht erlangt hat
– ältere Tiere
– kranke Tiere
– alle Tiere, die durch Zittern zeigen, dass sie frieren – hier sollten lieber mehrere kürzere Spaziergänge als ein langer gemacht werden

Hunde

Hundepfoten benötigen bei Kälte und Frost innerhalb eines normalen Spaziergangs keinen zusätzlichen Schutz. Handschuhe oder Hundeschuhe decken die Schweißdrüsen ab und können zu Flüssigkeitsansammlungen zwischen den Zehen führen. Zudem rauben sie den Tieren jegliches Natur- und Freiheitsgefühlt als auch ein Gespür für die

Mops in Decke: Quelle pixabay.com

Bodenwitterung. Anders sieht es da bei Streusalz und Splittkörnern aus, denn in den Pfoten befinden sich kleine Risse – wenn dort Salt oder Split hineingelangt kann das für den Hund sehr schmerzhaft werden und zu Entzündungen führen. Daher sollten Tierpfoten vor dem Spaziergang mit Vaseline oder Pfotenbalsam eingerieben werden und nach dem Spaziergang mit Wasser leicht abgewaschen werden.
Hundebesitzer sollten zudem darauf achten, dass ihre Lieblinge keinen Schnee fressen, denn auch hier können darin enthaltener Dreck oder Streusalz zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen.
Nasse Hunde sollten auch nicht auf kalten Steinen oder Fliesen liegen, weil dies eine Lungen- oder Blasenentzündung fördern kann. Bei Tieren ist das nicht viel anders als beim Menschen.

Katzen

Katzen sind grundsätzlich unempfindlicher für die Winterlichen Gefahren aus Salz und Split und sofern sie auch im Herbst schon regelmäßigen Auslauf haben, reicht ihr Fell auch im Winter bei den herrschenden Witterungsbedingungen. Sollte die Katze im Winter die Wohnung freiwillig verlassen wollen, reicht es aus sie regelmäßig bei der Rückkehr auf Verletzungen etc. zu untersuchen und erst bei einem Befund zu behandeln.

Nagetiere

Während Kaninchen, die das ganze Jahr über Draußen gehalten werden und ein jeweils passendes Fell entwickeln gut mit Kälte auch im Winter klarkommen, sieht es bei Meerschweinchen und anderen kleineren Nagetieren anders aus. Diese stammen aus wärmeren Gebieten und können die Kälte nicht gut ab. Sie sollten Daheim gehalten und vor Frost geschützt werden. Sollten sie doch Draußen gehalten werden ist auf eine ausreichende Isolierung gegen Kälte und zusätzliches Futter zu achten.
Für Kaninchen und Hasen, die Draußen gehalten werden gilt jedoch auch: Tiere vor Wind und Regen schützen, genügend Stroh zum Einmümmeln auslegen und Wasser regelmäßig austauschen und auf Vereisung prüfen.

Vögel

Bei Vögel sieht es ähnlich aus wie bei Nagetieren – auch diese stammen meist aus wärmeren Gegenden und können nicht ohne zusätzlichen Schutz im Freien überwintern. Falls die Voliere das ganze Jahr über draußen steht, sollte sie im Winter beheizt und vor Regen als auch Wind geschützt werden. Fettreiches Futter aus Samen wie Sonnenblumenkernen schützt zudem von Innen. Bei einigen Vogelarten wie Kanarien ist jedoch auch Kälte bis zu -10°C unproblematisch, da sie dann Winterruhe halten und sich auf die Brut im Frühjahr vorbereiten.

Hier noch ein paar grundlegende Tipps:

– Da die meisten Tiere einen Fellwechsel im Winter durchlaufen, können zusätzliches Bürsten und Streicheleinheiten eine Wohltat beim juckenden Fellausfall sein und dem Tier helfen, besser das neue Fell wachsen zu lassen.
– Trockene Heizungsluft und Heizungsnähe von Körbchen und Schlafplätzen kann auch wie beim Menschen zu Bindehautentzündungen, Atembeschwerden oder Schlimmeren führen – Abhilfe schafft zusätzliche Luftbefeuchtung, bspw. durch eine Schale mit Wasser auf dem Heizkörper, welches verdunsten kann.
– Auch regelmäßiges Lüften hilft bei trockener Heizungsluft und lässt Mensch und Tier nachts besser schlafen – Vorsicht nur bei Zugluft, de zu Erkältungen und Bindehautentzündungen führen kann. Zudem kann man nachts die Wohnung auch von allein auskühlen lassen, Hunde, Katzen, Nagetiere etc. können ohne zusätzliche Wärme bei bis zu 10°C sehr gut schlafen.
– Nicht erschrecken, wenn Tiere im Winter beginnen nachts länger zu schlafen. Gesunde aber auch ältere Tiere benötigen in der kalten Jahreszeit mehr Schlaf und Ruhe und müssen nicht sofort zum Tierarzt. Auch werden sie im Winter nicht häufiger krank als über das restliche Jahr hinweg.

…denn wir doch alle unsere Haustiere!

Hundejacke: Quelle pixabay.com

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