Kaum eine Jahreszeit ist so aufregend und chaotisch wie die Feiertage um Weihnachten – den Höhepunkt der Aufregung erreichen Mensch und Tier an Silvester am 31. Dezember jeden Jahres, wenn lauthals das neue Jahr gegrüßt wird. Kleintiere wie Hamster, die einen schnellen Herzschlag haben, können sich im schlimmsten Fall sogar zu Tode erschrecken. Doch auch für Hund und Katze sind Böller und Raketen sehr unangenehm, da sie sowieso schon über ein sehr gutes Gehör verfügen und die Geräuschkulisse noch eindringlicher wahrnehmen.

Wie geht man hier am besten vor, um auch dem Liebling den Silvster-Abend so angenehm wie möglich zu gestalten?  Wie beruhigt man Katze, Hund und andere Haustiere am besten an Neujahr?

Hier ein paar Tipps, wobei bitte zu beachten ist, dass jedes Tier anders ist und auch anders auf diverse Maßnahmen reagiert:

  • Bei Vögeln oder Kleintieren: Käfige abdecken und möglichst weit von Fenstern in einen ruhigen Raum aufstellen. Dabei in jedem Fall die Fenster geschlossen halten und bei Möglichkeit Rollläden herunterlassen und Vorhänge vorziehen, das bietet Schutz vor grellen Lichteffekten.
  • Für Hund und Katze: auch hier ist es wichtig Rückzugsmöglichkeiten schaffen, zum Beispiel ein abgedunkeltes, ruhig gelegenes Zimmer oder ein passender Kellerraum – am besten einen Raum, den das Tier vorher schon kennt und sich dort nicht unwohl fühlt. Freilaufende Katzen sollten am besten spätestens am Nachmittag schon eingefangen und im Haus behalten werden. An Mitternacht sollten keine Haustiere, egal ob ängstlich oder nicht, nicht mehr Draußen sein – um sich nicht zu verletzen aber auch um keine Angst erst zu entwickeln, falls mal eine unangenehme Situation entsteht.

    entspannter Hund: Quelle pixabay.com
  • Hunde bereits einige Tage vor Silvester in bewohnten Gebieten nur noch an der Leine führen, damit sie sich nicht durch verfrühte Böller erschrecken. Auch nach der Silvesternacht sollten Tiere angeleint ausführt werden, um nicht in Scherben, gefährliche Blindgänger oder ähnliches zu laufen. Wichtig ist, dass Leine und Halsband fest genug sitzen, sodass die Tiere sich nicht losreißen können. Bei schreckhaften Tiere empfiehlt es sich Spaziergänge während der kritischen Tage auf das notwendige Minimum zu beschränken.
  • In jedem Fall gilt: ängstliche Tiere sollte man nicht allein lassen!
  • Nach Möglichkeit sollte man aber insgesamt wenig auf das ängstliche Verhalten des Tieres eingehen, um ihm Sicherheit zu signalisieren und zu zeigen, dass alles in Ordnung ist. Der Sinn der Tiere ist in solchen Ausnahmesituationen extrem geschärft und reagiert auf jede Emotion, außergewöhnliches Verhalten oder Stress des Herrchens/Frauchens.
  • Zur Ablenkung können Fernseher einschaltet werden oder moderate Musik abgespielt werden. Eine gewohnte Geräuschkulisse kann sehr beruhigend wirken.
  • Beruhigungsmittel sollten nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden. Bei sehr ängstlichen Haustieren können zur Beruhigung Aminosäurepräparate verschrieben werden. Alternativ können auch homöopathische und natürlich Mittel wie Bachblüten genutzt werden. Lest hierzu in jedem Fall immer die Packungsbeilagen der jeweiligen Produkte und achtet drauf, fass die Dosierungen für das jeweilige Tier abgestimmt sind. Solche Produkte bekommt man in Reformhäusern, Apotheken, gut sortieren Drogeriemärkten, Naturheilpraktikern und natürlich beim Tierarzt. Je nach Medikament kann bzw. muss dieses jedoch schon einige Tage vorher verabreicht werden.
  • Sollte doch mal was schiefgehen oder es wird drigend ein Tierarzt benötigt könnt ihr nach Tierarztpraxen und Tierkliniken mit Notdienst hier suchen.

Und zuletzt an alle Tier- und Nicht-Tierbesitzer: bitte zündet aus Rücksicht kein Feuerwerk am Waldrand, in der Nähe von Ställen, Tierheimen und Zoos. Danke 🙂

 

HAPPY NEW YEAR 2018

Auch bei Facebook!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.