Hast du schon mal eine Baby-Maus oder ein Baby-Kaninchen draußen gefunden? Oder hat vielleicht dein Hamster oder dein Meerschweinchen aufgehört die eignen Babys zu säugen bzw. ist ihnen gegenüber sogar aggressiv geworden? Was macht man in so einem Fall? Ich verrate euch hier ein paar Tipps mit denen ihr dem kleinen Lebenswesen die ersten Schritte ins eigene Überlegen erleichtern wenn nicht sogar ermöglichen könnt:

Grundsätzlich gilt: sollte sich das Muttertier um die Babys kümmern und diese säugen, sollte man diese nicht anfassen und den Familien-Frieden stören. Menschlicher Geruch, Stress und Unruhe können dazu führen, dass Nager-Muttertiere ihren Nachwuchs verlassen.

Solltest du jedoch tatsächlich ein hilfsbedürftiges Nagetier-Baby draußen oder in deinem Nagetier-Käfig finden gilt: jede Minute zählt! Nagetier-Babys müssen ab nach der Geburt innerhalt weniger Stunden versorgt werden damit sie überleben. Handle also sofort, wenn du diese findest.

  1. Finde eine Pflegefamilie: Versuche eine Pflegemutter, die selbst auch Babys hat, zu finden. Diese Möglichkeit wäre für die Tiere und auch die die beste und natürlichste Lösung. Dies kannst du tun indem du entweder in deinem Bekanntenkreis oder einem Zoofachhandel eine geeignete Pflegefamilie findest. In diesem Fall kannst du das Waisenkind mit dem Einstreu der neuen Pflegemutter einreiben und warten, wie sich die neue Pflegemutter verhält. Wenn es nicht zu übermäßigem Quieken oder Schlimmeren kommt und die Mutter das Baby mitnimmt hat alles funktioniert. Beobachte die kleine neue Familie noch einige Zeit und ziehe dich dann zurück.
  2. Gesundheit des Babys checken: unabhängig davon, ob du eine geeignete Pflegemutter finden konntest oder nicht, untersuche das Baby auf Verletzungen. Dazu können direkt sichtbare Verletzungen wie Wunden, Knochenbrüche oder auch häufig bei Jungtieren vorkommende Krankheiten wie Durchfall und Dehydrierung durch Wassermangel sein. Bei ersterem empfehle ich dir das Tier zum Tierarzt zu bringen. Wenn das Tier einen dicken Bauch oder Ausfluss hat, sind dies Anzeichen für magen-Darm Probleme. In diesem Fall kannst du dem Baby eine Menschenkinder-Elektrolyt Lösung anbieten.
  3. Fütterung übernehmen: solltest du das aufgenommene Nagetier-Baby selbst füttern müssen, kannst du Ersatzmilch für Katzenwelpen, Esbilac, Soyalac, Enfamil oder rohe Ziegenvollmilch zu händischen Fütterung nutzen. Präpariere die jeweilige Mutterersatzmilch wie auf den Packungen angegeben zu und reiche sie mir einer kleinen Spritze dem Baby. Drücke die Spritze immer nur langsam, sodass das Tier sich nicht verschluckt und gib ihm Zeit die Nahrung aufzunehmen. Wenn das Bäuchlein des Babys voll und rund ist, solltest du mit der Fütterung aufhören. Je jünger das Nagetier-Baby desto öfter musst du pro Tag füttern. Zu Beginn solltest du mit bis zu sechs Mal täglich beginnen und auf bis zu drei Mal täglich über die Zeit runter gehen. Lasse dem Tier auf jeden Fall genug Zeit die Nahrung verdauen zu können und streichle sein Bäuchlein sanft nach dem Essen, um die Verdauung anzuregen.
  4. Das Tier an eigenständiges Essen gewöhnen: nach etwa einem bis eineinhalb Monaten solltest du beginnen das Nagetier-Baby immer seltener mit der Spritze zu füttern und ihm Nagetier-Trockenfutter anzubieten. Anfangs kannst du dieses befeuchten, damit es leichter aufgenommen werden kann. Beobachte das Tier und beende die Spritzen-Fütterung sobald du das Gefühl hast, dass dein nagetier-Baby alleine fressen kann. Es wird dann bei Hunger nach Futter suchen und selbständig essen. Achte darauf immer genügend frisches Wasser dem Tier zur Verfügung zu stellen. Nach einem weiteren Monat, wenn das Tier alleine trockenes Nagerfutter fressen kann, kannst du ihm auch Obst wie beispielsweise einen Apfel oder Gemüse wie Karotten und Salat anbieten.
  5. Das Zuhause deines neuen Haustieres einrichten: da du nun höchstwahrscheinlich dein per Hand aufgezogenes Nagetier bei dir behalten möchtest, besorge ihm einen ausreichend großen Nagetierkäfig und befülle dieses mit Einstreu, Heu, Stroh, Futter, Wasser und Unterschlupfmöglichkeiten. Toilettenpapierrollen und unbedrucktes Kartonpapier eignen sich auch als auswechselbare Knabber-Spielsachen für dein Nagetier. Ermögliche ihm auch genügen Auslauf und achte auf einen warmen, zugfreien Stellplatz des Käfigs.

 

Viel Spaß mit deinem neuen Liebling ♥

 

 

 

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